Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Französische Bulldogge in Deutschland zu einer der beliebtesten Hunderassen entwickelt. Kein Wunder, denn ihr freundliches Wesen sowie ihr treuer und oftmals etwas schelmischer Blick lassen die Herzen vieler Hundebesitzer höherschlagen. Bevor Sie sich jedoch für einen Welpen dieser Rasse entscheiden, sollten Sie sich umfassend informieren und vor allem einen Blick auf die rassetypischen Gesundheitsrisiken der Französischen Bulldogge werfen. Nur wenn Sie die richtigen Fragen stellen und sich an einen seriösen Züchter wenden, können Sie möglichen Problemen im späteren Hundeleben vorbeugen.
Warum ist ein verantwortungsvoller Welpenkauf bei Französischen Bulldoggen so wichtig?
Gerade das hohe Maß an Beliebtheit sorgt dafür, dass Französische Bulldoggen zuletzt vermehrt unüberlegt gekauft wurden – ohne, dass die gesundheitlichen Risiken der putzigen Vierbeiner bekannt sind. So zählt die Rasse zu den sogenannten kurzschnäuzigen Hunden. Ein Aspekt, der aus Züchtersicht zweifelsfrei gewollt, jedoch auch mit Risiken verbunden ist. Atembeschwerden durch das sogenannte Brachycephale Atemnotsyndrom (BOAS), Probleme mit Wirbelsäule und Gelenken, Augenreizungen oder Allergien sind die häufigsten Folgen dieser Eigenschaft. Aus diesem Grund raten viele Tierschutzverbände in erster Linie dazu, ausschließlich Hunde aus Zuchten zu wählen, die die Gesundheit der Tiere über diese optischen Aspekte stellt.
Vor allem eine mögliche BOAS-Erkrankung sollte nach Möglichkeit ausgeschlossen werden. Diese führt zu einer dauerhaften Atemnot, die in einer sehr geringen körperlichen Belastbarkeit resultieren kann. Einziger Ausweg sind in solchen Fällen in der Regel komplexe tierärztliche Eingriffe.
Wie erkennen Sie einen seriösen Züchter?
Verantwortungsvolle Züchter agieren stets mit klaren Zielen und Regeln. So setzen sie das Wohl ihrer Tiere an erste Stelle und achten selbst darauf, dass die Tiere nur an verantwortungsvolle Menschen übergeben werden, die den Hunden später ein artgerechtes Zuhause bieten. Zugleich wird er Ihnen gerne auch die Mutterhündin zeigen und sämtliche Fragen offen und transparent beantworten. Sollte dies nicht der Fall sein, ist oberste Vorsicht geboten. Darüber hinaus lassen seriöse Züchter Welpen frühzeitig auf rassespezifische Krankheiten testen. Entsprechend dürfte es für einen solchen Züchter kein Problem sein, Ihnen Nachweise zur Atemfunktion oder der Wirbelsäule der Elterntiere zur Verfügung zu stellen.
Weitere Hinweise auf ein unseriöses Vorgehen sind aufdringliche Verkaufsstrategien, rasche Übergaben der Welpen sowie der Unwille, Fragen zu beantworten. In etwaigen Situationen sollten Sie keinesfalls einen Welpen annehmen, da das Risiko auf schwerwiegende Erkrankungen oder gar illegaler Machenschaften sehr hoch ist.
Wo kommt der Welpe her und sagt das Verhalten über ihn aus?
Bereits am Verhalten von Französischen Bulldoggen im Welpenalter lässt sich vieles über ihre Aufzucht herausfinden. Die Rasse ist nämlich bekannt dafür, enge Kontakte zum Menschen zu pflegen, während sie zugleich sehr erkundungsfreudig ist – etwas, das sie in einer isolierten Aufzucht in Zwingern oder Schuppen nicht ausleben kann. Achten Sie daher unbedingt darauf, wie sich die Welpen Ihnen gegenüber verhalten. Ein aktives, neugieriges sowie unbefangenes Verhalten gegenüber Besuchern ist ein klarer Hinweis darauf, dass sie in einem gesunden Umfeld aufgewachsen sind.
Was ist nach dem Einzug des Welpen wichtig?
Durch einen sorgfältigen Kauf können sie viele der gesundheitlichen Risiken von Französischen Bulldoggen reduzieren. Zugleich bleibt jedoch die Tatsache, dass es sich um eine gesundheitlich anspruchsvolle Rasse handelt. Aus diesem Grund ist es essenziell, auch nach dem Einzug des Vierbeiners auf eine umfangreiche tierärztliche Betreuung zu achten. Neben einer regelmäßigen Gewichtskontrolle sollten Sie bei Französischen Bulldoggen die Hautfalten kontrollieren, da es hier zu schmerzhaften und juckenden Hautreizungen kommen kann.
Welche Vorsorge schützt Sie vor hohen Tierarztkosten?
Gerade aufgrund der vielfältigen gesundheitlichen Risiken bei Französischen Bulldoggen wird der Wert von Hundeversicherungen deutlich aufgezeigt. Daher ist es ratsam, die passende Hundeversicherung unverzüglich nach dem Einzug des Vierbeiners abzuschließen. Eine Hundehaftpflicht ist zwar nur in einigen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben, schützt im Zweifel aber zuverlässig vor Schäden, die Ihr Hund verursacht. Eine Hunde-OP-Versicherung oder eine umfassende Hundekrankenversicherung kann ebenfalls vor hohen Tierarztkosten schützen, die bei Französischen Bulldoggen durch rassetypische Behandlungen oder operative Eingriffe entstehen können. Indem Sie rechtzeitig vorsorgen, stellen Sie sicher, dass die gemeinsame Zeit mit Ihrem neuen Familienmitglied sorglos und unbeschwert verläuft.