Französische Bulldogge

Ein Rasseportrait über die Französische Bulldogge zeigt, dass diese Hunderasse durch außergewöhnliche Merkmale auffällt und Sie damit vor besondere Herausforderungen stellt. Obwohl die Rasse bei vielen Menschen beliebt ist, kommt es wegen gesundheitlicher Risiken, problematischen Begegnungen mit Artgenossen und Einschränkungen bei der Zucht oder Ausstellungen häufig zu komplizierten Situationen. Daher lohnt sich ein genauer Blick auf Vorteile und Nachteile der Französischen Bulldogge. Darüber hinaus ist die spezielle Situation für die Hunderasse in Deutschland beachtenswert.

Allgemeine Daten zur Französischen Bulldogge

Wenn Sie sich für die Französische Bulldogge interessieren und mehr über die Hunderasse wissen möchten, sind zunächst die folgenden allgemeinen Daten beachtenswert:

  • typische Lebenserwartung bei 9 bis 12 Jahren
  • übliches Gewicht zwischen ungefähr 7 und 14 kg
  • durchschnittliche Größe von rund 30 cm
  • Zuordnung zu kleinen doggenartigen Gesellschafts- und Begleithunden
  • ursprüngliche Herkunft aus Frankreich
  • Brindle, Brindle-Weiß, Schwarz-Brindle, Weiß, Creme und Kitz als typische Farbvarianten der Hunderasse
  • glänzende, dichte und weiche Fellstruktur

Was gibt es grundsätzlich über die Französische Bulldogge zu sagen?

Nachdem Sie sich für eine Französische Bulldogge entschieden haben, erhalten Sie einen spielerischen, aufmerksamen und eher geduldigen Hund. Zugleich gilt die Hunderasse als sportlich, lebendig und kontaktfreudig sowie anhänglich. Mit relativ sozialen Charaktereigenschaften sind die Tiere prinzipiell geeignete Familienhunde.

Wieso ist die Französische Bulldogge bei zahlreichen Menschen beliebt?

Zahlreiche Menschen empfinden die Französische Bulldogge als besonders niedlich. Das hängt unter anderem mit den runden Köpfen, den kurzen Nasen und der vorgewölbten Stirn zusammen. Zugleich sorgen die auseinanderstehenden Augen und die großen Ohren für eine Optik, die manche Hundehalter anspricht. Darüber hinaus bevorzugen Menschen auf der Suche nach einem Hund für die ganze Familie die Hunderasse oft wegen des anhänglichen Wesens.

Welche besonderen Herausforderungen sind bei der Französischen Bulldogge beachtenswert?

Mit einer Französischen Bulldogge stehen Sie vor allem wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch die Überzüchtung der Rasse vor Herausforderungen. In vielen Fällen benötigen Hundehalter für die Hunderasse eine außergewöhnlich umfassende tiermedizinische Betreuung und müssen den Vierbeinern bei der Bewältigung von speziellen Einschränkungen im Alltag helfen. Vor allem diese spezifischen Merkmale der Haustiere sind für solche Probleme verantwortlich:

  • verkürzte Schädelstruktur
  • verengte Nasenlöcher
  • verlängerter weicher Gaumen
  • Schwäche in der Kehlkopfstruktur
  • Hautfalten
  • hervorstehende Augen
  • Fledermausohren

Insbesondere die Atemwegsbeschwerden der Französischen Bulldoggen können zur ständigen Herausforderung werden. Manchmal ist es notwendig, für die Erweiterung der Atemwege und eine erleichterte Atmung den Gaumen oder die Nasenlöcher chirurgisch zu korrigieren. Damit sind auch finanzielle Herausforderungen verbunden, solange Sie dagegen nicht bereits mit einer Hundekrankenversicherung oder einer Hunde-OP-Versicherung gut abgesichert sind.

Warum haben andere Hunde oft Probleme bei der Begegnung mit der Französischen Bulldogge?

Andere Hunde haben bei der Begegnung mit einer Französischen Bulldogge oft Probleme, weil es zu Missverständnissen kommt. Wegen des außergewöhnlichen Aussehens der Hunderasse können viele Vierbeiner des Verhalten der doggenartigen Artgenossen nicht richtig deuten. Darum begegnen andere Hunde den Französischen Bulldoggen manchmal mit einer ablehnenden Haltung.

In diesem Zusammenhang ist vor allem die fehlende Rute bei der Rasse ein typisches Problem. Fremde Hunde glauben während einer Begegnung meistens, dass die Hunderuten der Französischen Bulldoggen eingezogen wären und die Artgenossen somit ängstlich reagieren würden. Darüber hinaus kann das platte Gesicht der Rasse für Missverständnisse sorgen.

Falls Ihre Französische Bulldogge mit einem Vorbiss auffällt, verlaufen Situationen möglicherweise besonders missverständlich. Andere Hunde deuten es häufig falsch, wenn der doggenartige Artgenosse deswegen ununterbrochen die Zähne zeigt. Während Französische Bulldoggen typischerweise laut atmen oder röcheln, ist damit wiederum eventuell eine abschreckende Wirkung verbunden. Andere Hunde glauben deshalb, der Artgenosse würde knurren.

Vor- und Nachteile einer Französischen Bulldogge

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Französische Bulldogge viele Menschen mit diesen Vorteilen überzeugt:

  • Eignung als Familienhund
  • spielerischer und relativ geduldiger Charakter
  • verschiedene übliche Farbvarianten für unterschiedliche Vorlieben

Dem stehen insbesondere diese Nachteile der Hunderasse gegenüber:

    [li]erhöhte gesundheitliche Risiken unter anderem durch die Strukturen von Schädel, Nase und Hautfalten

    [li]besonders hohe Anfälligkeit für Atembeschwerden

    [li]relativ häufige Notwendigkeit von Tierarztbesuchen wegen Folgen der Überzüchtung

Warum gilt die Französische Bulldogge als Qualzucht?

Die Französische Bulldogge gilt als Qualzucht, weil die Hunde unter Ihrer Kurzköpfigkeit leiden. Deswegen fällt den Vierbeinern die Atmung oft grundsätzlich schwer. Das bemerken Sie in der Regel durch ständige Geräusche, während eine Französische Bulldogge atmet. Darüber hinaus schnarchen die Hunde im Schlaf typischerweise außergewöhnlich laut. Regelmäßiges Röcheln ist ein weiteres Problem der Hunderasse. Die Kombination aus einem verknorpelten Kehlkopf, dem ungewöhnlich langen Gaumensegel und der verkürzten Nase mit engen Nasenlöchern kann das Wohlbefinden der Französischen Bulldoggen beim Atmen nachhaltig beeinträchtigen. Zugleich begünstigt die spezielle Kopfform der Tiere eine Fehlstellung der Zähne und des Kiefers ebenso wie chronische Mittelohrentzündungen.

Auf die Atmungsprobleme der Rasse wirkt es sich zusätzlich unvorteilhaft aus, dass die Hunde Schwierigkeiten mit der Regulierung der Temperatur haben. Im Sommer müssen Sie mit einer Französischen Bulldogge ein relativ hohes Risiko für einen Hitzschlag berücksichtigen. Wegen Sauerstoffmangel kann es bei der Hunderasse zu einem Kollaps kommen. Diese Gefahr besteht auch bei kühlen Temperaturen.

Darüber hinaus leiden die Französischen Bulldoggen darunter, dass die Augen hervorquellen und damit Schmerzen verbunden sein können. Für die Augengesundheit bestehen mit dieser Rasse dadurch weitere Gesundheitsrisiken. Schlimmstenfalls kann es zur Blindheit kommen. Außerdem gibt es Extremfälle mit gefährlichen Unfallsituationen, in denen die anfälligen Augen der Französischen Bulldoggen herausfallen. Solche Risiken bestehen sogar in alltäglichen Situationen, während der Hund beispielsweise von der Couch springt.

Durch das typische Schielen fällt es Französischen Bulldoggen schwer, richtig zu sehen. Angezüchtete Veränderungen der Wirbelsäule bei der Hunderasse können wiederum weitere Schmerzen verursachen. Im höheren Alter der Französischen Bulldoggen sind zudem Harn- und Kotabsatzstörungen keine Seltenheit.

Die Französische Bulldogge in Deutschland – Worauf sollten Hundehalter achten?

In Deutschland ist die Qualzucht bei der Französischen Bulldogge in der Öffentlichkeit ein großes Thema, das in vielen Fällen durchaus zu Verboten führen kann. Sie sollten vor allem auf eventuelle Ausstellungs- und Zuchtverbote achten. Weil dafür manchmal die Ausprägung von bestimmten Merkmalen richtungsweisend ist, hängen Verbote häufig von einer detaillierten Einzelfallprüfung ab. 1999 beauftragte die Bundesregierung bereits unter anderem den Deutschen Tierschutzbund mit der Erstellung eines Qualzuchtgutachtens, das im Hinblick auf bestimmte Rassemerkmale auch für die Französische Bulldogge relevant sein kann. Mit diesem Gutachten empfehlen Experten für extrem kurzköpfige Zuchtformen ein Zuchtverbot.

Unter bestimmten Voraussetzungen können deutsche Behörden ein Verbot für die Zucht von Französischen Bulldoggen aussprechen. Eine ausgeprägte Stummelschwänzigkeit und das Ausmaß der Kurzköpfigkeit sind hierfür oft entscheidende Kriterien. Der sogenannte Qualzuchtparagraf des deutschen Tierschutzgesetzes ist bei zahlreichen Zuchtverboten maßgeblich. Amtstierärzte überprüfen in einigen Fällen sorgfältig, ob wegen der Stummelschwänzigkeit oder der Kurzköpfigkeit für eine Französische Bulldogge solche Verbote angebracht sind. Sobald ein sehr hohes Risiko für Leiden, Schäden und Schmerzen bei Welpen besteht, ist ein Zuchtverbot relativ wahrscheinlich.

Im Rahmen einer Hundeausstellung führen spezielle Qualzuchtmerkmale bei einer Französischen Bulldogge in Deutschland ebenfalls zum Ausschluss. Vor einer Ausstellung gibt es üblicherweise Untersuchungen, mit denen derartige Merkmale festgestellt werden. Sobald ein verstecktes Qualzuchtmerkmal bei vorgeschriebenen Kontrollen auffällt, ist ein Ausstellungsverbot in vielen Fällen unumgänglich.

Laufende Verfahren im Zusammenhang mit Ausstellungs- und Zuchtverboten können für die Französische Bulldogge in Deutschland wegweisend sein. Daher ist es denkbar, dass sich die Situation bei der Zucht und Teilnahmen an Hundeausstellungen weiter verschärft. Zudem gibt es bestimmte Farbschläge der Französischen Bulldogge, die mit starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden sind und deshalb vom kynologischen Dachverband FCI grundsätzlich nicht zugelassen werden. Beispiele hierzu sind unter anderem die unzulässigen Farbvariationen Blau und Merle.

Fazit: Wichtige und rechtzeitige Versicherungsabschlüsse für Französische Bulldoggen

Falls Sie mit einer Französischen Bulldogge besondere Herausforderungen der Hunderasse bewältigen wollen, sprechen gute Argumente für passende Hundeversicherungen. Das gilt vor allem im Hinblick auf gesundheitliche Risiken, gegen die Sie sich mit Hundekrankenversicherungen oder Hunde-OP-Versicherungen oft relativ umfassend absichern können. Sie sollten jetzt für Französische Bulldoggen rechtzeitig hervorragende Versicherungen suchen, um im Ernstfall auf hohe Tierarztkosten vorbereitet zu sein.

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